Ihr Flug war überbucht? Welche Entschädigung steht Ihnen zu?
Prüfen Sie, wieviel Geld Ihnen die Fluggesellschaft schuldet! Es ist kostenlos und dauert nur 2 Minuten.
Wir unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Fluggastrechte
Flüge der letzten 3 Jahre
Umfasst Routen weltweit und innerhalb der EU
Wir kümmern uns um die Verhandlungen

Artikel geprüft von Nina Staub
Juristin mit über 15 Jahren Erfahrung, spezialisiert auf IT-, Medien- und Verbraucherrecht sowie auf Compliance in Unternehmen. Unsere Rechtsexperten →
Wenn Ihr Flug überbucht ist, haben Sie in vielen Fällen Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 €. Überbuchte Flüge gehören zu den häufigsten Problemen im Flugverkehr und betreffen jedes Jahr tausende Passagiere.
Sie stehen am Gate, bereit zum Boarding und plötzlich teilt die Airline mit: Der Flug ist überbucht und nicht alle Passagiere können mitfliegen. Genau in diesem Moment stellen sich entscheidende Fragen: Wer darf an Bord? Müssen Sie Ihren Platz freiwillig aufgeben? Und vor allem: Welche Entschädigung steht Ihnen bei einem überbuchten Flug zu?
In diesem Artikel erfahren Sie, welche Rechte Sie bei Überbuchung haben, wann Ihnen eine Entschädigung zusteht und wie Sie diese erfolgreich einfordern.
oder
Alle Fluggesellschaften
Alle Länder
Keine Entschädigung, keine Gebühr
Ihre Rechte bei überbuchten Flügen im Überblick:
💶 Entschädigung: Bis zu 600 € bei verweigerter Beförderung aufgrund von Überbuchung, abhängig von der Flugstrecke.
🛫 Ersatzbeförderung: Anspruch auf alternative Beförderung zum frühestmöglichen Zeitpunkt oder vollständige Ticketerstattung.
🥯 Betreuungsleistungen: Verpflegung, Kommunikationsmöglichkeiten und gegebenenfalls Hotelunterkunft während der Wartezeit.
⚖ Freiwilliger Verzicht: Bei freiwilligem Verzicht auf den Flug können zusätzliche Vergünstigungen oder Gutscheine angeboten werden; jedoch entfällt der Anspruch auf gesetzliche Entschädigung.
Die EU-Verordnung 261 sichert Ihnen in dieser Situation bestimmte Rechte zu, unter anderem bis zu 600 € Entschädigung. AirHelp erklärt Ihnen, welche Rechte Sie bei Überbuchung schützen und was Sie tun können, wenn Ihr Flug überbucht wurde.
Warum wird ein Flug überbucht?
Ein Flug wird überbucht, weil Airlines bewusst mehr Tickets verkaufen als Sitzplätze verfügbar sind, um No-Shows auszugleichen. Fluggesellschaften kalkulieren damit, dass ein Teil der Passagiere aufgrund von Stornierungen, verpassten Anschlussflügen oder kurzfristigen Änderungen nicht erscheint.
Diese Praxis – auch Overbooking genannt – hilft Airlines, ihre Flugzeuge möglichst vollständig auszulasten. Dadurch sinken die Kosten pro Passagier, und die Wirtschaftlichkeit eines Fluges steigt. Für die Fluggesellschaft ist Überbuchung also ein strategisches Mittel, um Leerplätze zu vermeiden.
Problematisch wird es, wenn mehr Passagiere zum Gate erscheinen als Sitzplätze vorhanden sind. In diesem Fall spricht man von einer tatsächlichen Überbuchungssituation – und genau dann greifen Ihre Fluggastrechte.
Die Airline ist nun verpflichtet, Lösungen anzubieten. Dazu gehört in der Regel zunächst die Suche nach freiwilligen Passagieren, die gegen eine Entschädigung auf ihren Sitz verzichten. Finden sich nicht genügend Freiwillige, kann Passagieren auch unfreiwillig die Beförderung verweigert werden – mit Anspruch auf Entschädigung.
Falls Sie mehr dazu lesen möchten, empfehlen wir Ihnen diesen Artikel mit weiteren Informationen zu den Gründen für Überbuchungen.
Um sicherzustellen, dass Ihre Flieger ausgelastet sind, verkaufen die Fluggesellschaften meistens bei jedem Flug einige zusätzliche Tickets. So kann es zu Überbuchungen kommen.
Was versteht man unter einem überbuchten Flug?
Ein überbuchter Flug liegt vor, wenn eine Airline mehr Tickets verkauft hat als Sitzplätze im Flugzeug verfügbar sind. Diese Praxis wird als Overbooking bezeichnet und ist im Luftverkehr weit verbreitet.
Konkret bedeutet das: Es erscheinen mehr Passagiere zum Boarding als Plätze vorhanden sind. In solchen Fällen entscheidet die Fluggesellschaft, wer den Flug antreten darf und wer nicht. Betroffene Passagiere werden meist noch vor dem Boarding informiert, dass ihnen die Beförderung verweigert wird.
Wichtig zu wissen: Wenn Ihnen aufgrund einer Überbuchung der Flug verweigert wird, haben Sie in vielen Fällen Anspruch auf eine Entschädigung nach der EU-Fluggastrechteverordnung. Voraussetzung ist, dass keine außergewöhnlichen Umstände vorliegen und Sie sich rechtzeitig am Gate eingefunden haben.
Welche Entschädigung Ihnen konkret zusteht und wie Sie diese geltend machen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.
Welche Rechte habe ich bei einem überbuchten Flug?
Wenn Ihr Flug überbucht ist und Ihnen die Beförderung verweigert wird, haben Sie Anspruch auf Ersatzbeförderung oder Ticketerstattung sowie mögliche Entschädigung und Betreuungsleistungen. Diese Rechte sind in der EU-Fluggastrechteverordnung (EG) Nr. 261/2004 geregelt. Sie greifen beispielsweise, wenn Ihr Lufthansa Flug überbucht ist:
Ihre wichtigsten Rechte bei Überbuchung im Überblick:
Ersatzflug oder Rückerstattung:
Die Airline muss Ihnen die Wahl lassen zwischen einer alternativen Beförderung zum Zielort unter vergleichbaren Bedingungen oder der vollständigen Rückerstattung Ihres Ticketpreises.Anspruch auf Entschädigung:
Wenn Sie Ihr Ziel mit mehr als 3 Stunden Verspätung erreichen oder Ihnen die Beförderung verweigert wird, können Sie Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 € haben. Die Höhe hängt von der Flugdistanz ab.Betreuungsleistungen:
Während der Wartezeit muss die Fluggesellschaft für Verpflegung, Getränke sowie Kommunikationsmöglichkeiten sorgen. Falls nötig, sind auch Hotelübernachtung und Transfer zu stellen.Informationspflicht:
Die Airline ist verpflichtet, Sie über die Überbuchung und Ihre Rechte klar und rechtzeitig zu informieren.
Wichtiger Tipp:
Sie haben das Recht, sich den Ticketpreis in Geld (Barzahlung oder Überweisung) erstatten zu lassen. Gutscheine oder Reiseguthaben müssen Sie nicht akzeptieren – auch wenn Airlines diese oft bevorzugt anbieten.
Flug überbucht, was tun?
Wenn Ihr Flug überbucht ist, sollten Sie unbedingt am Flughafen erscheinen, Ihre Anwesenheit dokumentieren und sich die Nichtbeförderung bestätigen lassen. Nur so sichern Sie Ihren Anspruch auf Entschädigung.
Die wichtigsten Schritte bei einem überbuchten Flug:
Pünktlich am Flughafen erscheinen:
Auch wenn Sie bereits wissen, dass Ihr Flug überbucht ist, müssen Sie zum Flughafen gehen. Andernfalls gelten Sie als „No Show“ und verlieren möglicherweise Ihren Anspruch auf Entschädigung.Anwesenheit nachweisen:
Bewahren Sie Ihre Bordkarte auf und machen Sie zusätzlich ein Foto davon. Dokumentieren Sie Ihre Anwesenheit am Gate – idealerweise mit einem Zeitnachweis (z. B. Foto oder Screenshot).Nichtbeförderung bestätigen lassen:
Bitten Sie die Airline um eine schriftliche Bestätigung, dass Ihnen das Boarding verweigert wurde – inklusive Begründung (z. B. Überbuchung). Dieses Dokument ist entscheidend für Ihre spätere Entschädigungsforderung.Flugtickets und Unterlagen aufbewahren:
Heben Sie alle Reisedokumente wie Ticket, Buchungsbestätigung und Bordkarte sorgfältig auf. Ohne diese Nachweise können Sie Ihren Anspruch auf Entschädigung nicht geltend machen.
Wichtig:
Je besser Sie Ihre Situation dokumentieren, desto höher sind Ihre Chancen, eine Entschädigung schnell und erfolgreich durchzusetzen. Bitten Sie deshalb das Personal der Airline darum, Ihnen die Ursache für Ihre Nichtbeförderung in schriftlicher Form bestätigen zu lassen. Häufig geschieht dies bereits ohne explizite Nachfrage. Außerdem sollten Sie die Tickets aufheben, denn nur mit gültigen Flugtickets haben Sie die Option, einen Rechtsanspruch geltend zu machen.
Wie wird entschieden, wer bei einer Flugüberbuchung mitfliegt?
Bei einer Flugüberbuchung entscheidet die Airline nach bestimmten Kriterien, welche Passagiere mitfliegen dürfen – meist werden zuerst Freiwillige gesucht, bevor Passagiere unfreiwillig abgewiesen werden.
Zunächst versuchen Fluggesellschaften, das Problem ohne Zwang zu lösen. Sie bieten Passagieren freiwillig Entschädigungen oder Vorteile an, wenn diese ihren Sitzplatz aufgeben. Erst wenn sich nicht genügend Freiwillige finden, wird entschieden, wer nicht mitfliegen kann.
Typische Kriterien bei Überbuchung:
Freiwillige Passagiere:
Airlines fragen zuerst, ob jemand bereit ist, gegen Entschädigung (z. B. Geld, Gutscheine oder Upgrades) auf den Flug zu verzichten.Vielfliegerstatus:
Passagiere mit höherem Status im Bonusprogramm werden oft bevorzugt behandelt.Ticket- und Tarifklasse:
Reisende mit teureren oder flexiblen Tickets haben in der Regel bessere Chancen, mitzufliegen.Anschlussflüge und Dringlichkeit:
Passagiere mit wichtigen Anschlussflügen oder dringenden Terminen können bevorzugt werden.Reisegruppen und Familien:
Airlines versuchen häufig, Gruppen oder Familien nicht zu trennen.Zufällige Auswahl:
Wenn keine klaren Prioritäten greifen, kann die Entscheidung auch zufällig erfolgen.
Wichtig zu wissen:
Wenn Sie unfreiwillig nicht mitfliegen dürfen, haben Sie in den meisten Fällen Anspruch auf eine Entschädigung. Melden Sie sich daher nicht vorschnell freiwillig, ohne das Angebot der Airline genau zu prüfen.
Wie viel Geld bekomme ich zurück, wenn mein Flug überbucht ist?
Wenn Sie durch eine Überbuchung eines Fluges nicht mitfliegen können, steht Ihnen unter Umständen eine Entschädigung zu. Die Höhe der Entschädigung bei überbuchten Flügen hängt von der Länge der Flugstrecke ab.
Beträgt sie weniger als 1.500 Kilometer, sind es 250€.
Bei mehr als 1.500 km innerhalb der EU sind es 400€. Das Gleiche greift für Flüge mit einer Strecke von 1.500 und 3.500 km außerhalb des EU-Raums.
Für alle anderen Flüge sind 600€ möglich.
Sollten Sie freiwillig auf Ihren Sitzplatz verzichten, entfallen dadurch alle Ihre Ansprüche auf Flug überbucht Entschädigung gemäß EU-Verordnung 261.
Welche Ansprüche Sie vor Ort bei einer Flugüberbuchung haben
Wenn Ihr Flug überbucht ist und Sie nicht mitfliegen können, haben Sie Anspruch auf Betreuungsleistungen wie Verpflegung, Kommunikation und ggf. eine Hotelübernachtung. Diese Leistungen sind in der EU-Fluggastrechteverordnung geregelt.
Auch wenn Sie auf einen Ersatzflug warten müssen, darf die Airline Sie nicht sich selbst überlassen. Je nach Wartezeit und Situation stehen Ihnen folgende Leistungen zu:
Ihre Betreuungsleistungen bei Flugüberbuchung:
Verpflegung:
Kostenlose Mahlzeiten und Getränke während der Wartezeit am Flughafen.Kommunikation:
Möglichkeit zu kostenlosen Telefonaten oder E-Mails, um z. B. Familie oder Geschäftspartner zu informieren.Hotel und Transfer:
Falls Ihr Ersatzflug erst am nächsten Tag startet, muss die Airline eine Unterkunft sowie den Transfer zwischen Flughafen und Hotel organisieren und bezahlen.
Welche Rechte habe ich bei einer Flugüberbuchung mit Abflug am nächsten Tag?
Wenn Ihr Ersatzflug aufgrund einer Überbuchung erst am nächsten Tag startet, muss die Airline Ihnen eine Hotelübernachtung, Verpflegung und Transfer stellen. Diese Ansprüche sind in der EU-Fluggastrechteverordnung klar geregelt.
Müssen Sie wegen einer Überbuchung über Nacht am Flughafen oder am Zielort warten, ist die Fluggesellschaft verpflichtet, sich um Ihre Versorgung zu kümmern. Dazu gehören, abhängig von der Wartezeit, folgende Leistungen:
Ihre Rechte bei Übernachtung durch Flugüberbuchung:
Hotelunterkunft:
Die Airline muss eine angemessene Übernachtungsmöglichkeit organisieren und bezahlen.Transfer:
Der Transport zwischen Flughafen und Hotel (Hin- und Rückfahrt) muss ebenfalls übernommen werden.Verpflegung:
Mahlzeiten und Getränke während der gesamten Wartezeit.Kommunikation:
Kostenlose Möglichkeiten, z. B. Telefonate oder E-Mails.
Welche Entschädigung gilt bei überbuchten Flügen mit Pauschalreisen?
Bei einer Flugüberbuchung im Rahmen einer Pauschalreise haben Sie sowohl Ansprüche gegen die Airline als auch gegen den Reiseveranstalter, etwa auf Ersatzbeförderung, Kostenerstattung und ggf. Preisminderung.
Im Gegensatz zu individuell gebuchten Flügen greift hier zusätzlich das Pauschalreiserecht. Der Reiseveranstalter ist dafür verantwortlich, dass Sie Ihr gebuchtes Reiseziel erreichen, auch bei einer Überbuchung des Fluges.
Ihre Rechte bei Flugüberbuchung mit Pauschalreise:
Alternative Beförderung:
Der Reiseveranstalter muss Ihnen eine gleichwertige Ersatzbeförderung organisieren, damit Sie Ihr Reiseziel erreichen.Erstattung zusätzlicher Kosten:
Entstehen Ihnen durch die Überbuchung Mehrkosten (z. B. Verpflegung oder Transport), können Sie diese zurückfordern.Preisminderung:
Wenn Ihre Reise erheblich beeinträchtigt wird (z. B. verspätete Ankunft), haben Sie Anspruch auf eine anteilige Rückerstattung des Reisepreises.Rücktritt vom Vertrag:
Wenn die angebotene Alternative unzumutbar ist, können Sie vom Reisevertrag zurücktreten und eine vollständige Erstattung verlangen.
Wie AirHelp bei einem überbuchten Flug helfen kann
AirHelp kann Ihnen bei überbuchten Flügen effektiv helfen.
Anspruchsprüfung: AirHelp prüft kostenlos, ob Sie Anspruch auf Entschädigung haben.
Durchsetzung Ihrer Rechte: AirHelp setzt Ihre Rechte gegenüber der Fluggesellschaft durch.
Komfort und Zeitersparnis: Sie müssen sich nicht selbst mit der Fluggesellschaft auseinandersetzen, AirHelp erledigt das für Sie.
Sicherheit: AirHelp verlangt nur im Erfolgsfall eine Gebühr, sodass Sie kein Risiko eingehen.
Mit AirHelp sind Sie gut beraten und erhalten Ihre Entschädigung schnell und unkompliziert.
